Freiheit ist Einsicht in die Notwendigkeit?

Woher kommt das überhaupt, Freiheit ist Einsicht in die Notwendigkeit?

Zunächst sei folgendes klargestellt:

Eine Notwendigkeit IST NICHT Freiheit. Eine Notwendigkeit ist etwas, das man nicht will. Und was man nicht will, IST NIEMALS Freiheit! (Bei dem was man will, muss man über Notwendigkeit oder nicht nicht lange philosophieren - man will es ja sowieso.)

So viel dazu.

Wie aber schon ausführlich erläutert, kann der Weg in die Freiheit durch negative Erfahrungen von Unfreiheit verstellt sein. Der Weg in die Freiheit führt dann durch die negativen Erfahrungen von Unfreiheit hindurch.

Bei den weitaus meisten Menschen sind die negativen Erfahrungen blockiert. Sie werden gemieden. Dadurch häufen sich eine Reihe von Problemen im Leben, die der Verwirklichung der eigenen Träume im Weg stehen.

Wenn man dann beginnt, sich den negativen Erfahrungen zu stellen, dann kommt das Leben wieder in Fluss. Man erlebt zwar die negativen Erfahrungen, aber das Leben erfährt eine Heilung. Man stellt sich den Unfreiheiten und es fühlt sich erst mal richtig an, weil es auch richtig ist.

Es stellt sich das Gefühl ein, dass das Leben in einem positiven Sinne weitergeht, wenn man tut, was man eigentlich nicht tun wollte.

Und das fühlt sich nicht nur so an, das ist auch so.

Aber es ist nicht Freiheit. Es ist ein Preis, den die Freiheit fordern kann. Aber es ist nicht die Freiheit selbst.

Der Weg zur Freiheit kann durch Unfreiheit hindurch führen.

Aber Freiheit ist immer Freiheit und niemals Notwendigkeit.

Ja, es kann sein, dass es ein sehr langer Weg ist, bis das, was man sich erträumt, einen auch ernährt. Und bis dahin muss man vielleicht zum Geld verdienen einen Job machen, der nicht unbedingt Spaß macht. Aber Freiheit ist das nicht. Es ist ein Preis, den man auf dem Weg in die Freiheit bezahlen muss. Denn wenn man den Job nicht macht, bekommt man womöglich eine Menge Probleme, die erst recht verhindern, dass man seine Träume verwirklichen kann.

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